Hunger nach Energie und Nahrung!

Die Preise steigen, Brot Butter und Milch werden teurer, Gas, Strom, Benzin und Diesel lassen sich auch nicht lumpen. Und jetzt sollen Umweltvorschriften und der Biosprit die Ursache für Armut. Kann das denn sein? Ja, es kann sein. Denn hier kommen viele Ursachen zusammen:
In den Schwellenländern Indien, China, Südafrika und anderswo verändert sich der Konsum: Es wird mehr Fleisch gegessen, hierfür werden dann mehr Futtermittel benötigt. Also benötigt die Menschen mehr Ackerfläche für die Ernährung.
Die Industrie boomt, der Hunger nach Energie steigt, Immer mehr Kraftfahrzeuge fahren weltweit immer mehr Kilometer, die Nachfrage nach Diesel und Benzin steigt, auch wenn der Durchschnittsverbrauch sinkt.
Die Wetterextreme mit Hitze und Kälte nehmen zu und so wird zum Heizen aber auch für die Klimaanlagen mehr Energie verbraucht.
Um den dem Klimawandel einhalt zu gebieten, wird weltweit mehr Biomasse als nachwachsende Energiequelle eingesetzt. Sie steht in Konkurenz mit Nahrungsmitteln um die Anbaufläche. So verlieren zum Beispiel in Indonesien Kleinbauern ihre Felder, damit dort Palmöl angebaut werden kann.
Nach Jahren mit niedrigsten Weizenpreisen, in denen für Brotgetreide wenger als für Weizen als Brennstoff gezahlt wurde, haben nun Biogaslanlagen Mühe ausreichend Biomasse zum Betrieb zu bekommen.
Dies sind nur einige der Faktoren, die die Preise für Energie und Nahrungsmittel ansteigen lassen. Dies bedeutet für uns hier in Deutschland stark steigende Ausgaben im Täglichen Leben. Für Menschen, die in Armut Leben ist dies (lebens-)bedrohlich.
Und wir sind mittedrin in diesen Zusammenhängen und spüren die Auswirkungen der Preiserhöhungen, die sicher noch nicht ihren Höhepunkt erreicht haben und sind doch zugleich auch Mitverursacher.
Damit es einen Ausweg aus diesem Dilemma gibt ist Umdenken und entschlossenes Handlen erforderlich. Wir müssen jetzt anfangen und unseren Beitrag leisten. Schalten wir unser unnützen Standby-Stromfresser ab. Wege unter 5 km lassen sich in der Regel auch ohne Auto zurücklegen. Die Klimaanlage im Sommer und die Heizung im Sommer können wir gezielter und sparsamer einsetzen.
Aber die Menschen in den Entwicklungsländern benötigen unser Solidarität, damit sie Zugang zu bezahlbaren Nahrungsmitteln behalten. Die Kleinbauern brauchen Unterstützung, damit sie Produkte für ihre regionalen Märkte produzieren können und auch von den Ertärgen leben können. Nur so können sie ihre eigenen Nahrungsmittel produzieren und ihre Märkte werden nicht durch subventionierte Nahrungsmittelüberschüsse aus Europa zerstört. Hier kann eine sinnvolle Entwicklungshilfe eine Hilfe zur Selbsthilfe sein.
Es kann und darf nicht sein dass die Produktion von Biotreibstoffen dafür sorgt, dass Menschen hungern. Die Maismenge für eine Tankfüllung kann eine Familie ein Jahr ernähren.  Wenn das Gleichgewicht von Produktion an Nahrungsmiteln und nachwachsendne Rohstoffen gelingt, dann haben wir die Basis für eine nachhaltige und in die Zukunft gerichtete Gesellschaft gelegt.

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