Telefonanschluß gestört, aber DSL funktioniert

Telefonstörungen bieten immer wieder Anlass zu Verwicklungen, darum hier eine kurze Chronik:

Mittwoch Nachmittag: Der ISDN-Anschluss der T-com ist bei von Außen nicht mehr erreichbar: „Der Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar“. Beim Holen eines „Amts“ ist dauerbesetzt. Aber dass unsere Gesprächspartner nicht dauerhaft am telefonieren sind, beikommen wir erst nach einer Weile mit. Dann erst einmal die Standard-Eigen-Entstörung vorgenommen: NTBA und TK-Anlage vom Telefon- und vom Stromnetz getrennt, aber es klappt immer noch nicht mit dem telefonieren. Ach so, der DSL-Anschluss ist weiter in Ordnung. Kann der Fehler nun trotzdem bei der Telekom liegen?

Mittwoch früher Abend: Der Anruf bei der Störungsannahme führt zu einer Messung des Anschlusses, die mit dem Hinweis auf einen Fehler in der Leitung oder beim NTBA endet. Ich spreche mit dem freundlichem Mitarbeiter beim Callcenter den Ringtausch der NTBAs hier im Haus ab – gesagt; getan. Aber wie sollte es sein. Die funktionierende Leitung bleibt weiterhin funktionsfähig und die defekte bleibt defekt. Beim zweiten Anruf bei der Störungsstelle wird das Prüfen durch einen Techniker vor Ort zugesagt.

Donnerstag Nachmittag: DSL funktioniert, ISDN Anschluss ist weiter gestört. Also mal bei der T-com nachfragen, wie der Stand der Dinge ist. Die freundliche Mitarbeiterin teilt mir mit: Ein Kollege sie Mittags vor Ort gewesen und habe das Kabel gemessen und einen Wasserschaden im Kabel festgestellt. Es müsse nun der Bautrupp noch das Kabel tauschen, ob dass aber noch vor dem Wochenende geschehen könne wisse sie nicht. Ich möge doch am Freitag Morgen noch mal nachfragen, dann seien die Techniker, die die Einsatzplanung machen wieder im Büro erreichbar. -Bei uns war aber kein Techniker gewesen, der war wohl nur am Schaltschrank irgendwo an der Strasse gewesen. – Auf meine Nachfrage, wie ich denn dann für andere erreichbar sei, wurde mir eine Anrufweiterschaltung angeboten und zum Mobiltelefon eingerichtet. Immerhin gingen die eingehenden Anrufe jetzt nicht mehr ins Leere.

Freitag Morgen: Ich rufe mal wieder die T-com an und frage nach „meiner“ Störung. Welche Störung, im System sei keine offen Störung vermerkt; der Wasserschaden im Kabel sei behoben und das alte Ticke sie seit gestern Abend geschlossen.. Ich erkläre daraufhin, dass die Leitung aber weiterhin gestört sei und ich nicht telefonieren könne und dass DSL sehr wohl ginge. Also wird das Ticket der alten Störung im System kopiert. Ein Wiederöffnen sie aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Mir wird dann noch der Rückruf eines Technikers angekündigt.

Freitag Vormittag (2 Stunden Später): Anruf eines Technikers auf meinem Mobiltelefon: „Ohh, das ist gut, wenn ich Sie jetzt erreichen kann, dann ist der Anschluss ja wieder in Ordnung und ich kann die Störungsmeldung schließen.“ -“ Wieso, das? Sie erreichen mich auf dem Mobiltelefon. Welche Nummer haben Sie denn angerufen?“ – „Natürlich auf dem Festnetz.“ Mein Hinweis auf die Anrufweiterschaltung und eine erneute Messung der Leitung vom Messplatz aus durch den Techniker bringt dann dem Gespräch die Wendung: Ohh, dann muss da ein Kollege noch mal vor Ort prüfen, was mit dem Anschluss ist.

Freitag Nachmittag: Erneuter Anruf eines weiteren T-com-Mitarbeiters auf meinem Mobiltelefons: „Ohh, das ist gut, wenn ich Sie jetzt erreichen kann, dann ist der Anschluss ja wieder in Ordnung und ich kann die Störungsmeldung schließen.“ – Wieder der Hinweis auf die Anrufweiterschaltung. – Diesmal ist der Techniker irgendwo in der Nähe an einem Schaltschrank und endgültig irritiert: Die Leitung hat die passenden Werte, DSL funktioniert. Er melde sich gleich wieder, er müsse noch mal etwas austesteten. Er fahre jetzt in die Vermittlungsstelle.

Freitag Nachmittag (20 Minuten später): Das Festnetztelefon klingelt. Am anderem Ende der freundliche Techniker kann berichten, der Fehler sei gefunden: Der Port für unseren ISDN-Anschluss in der Vermittlungsstelle sei defekt gewesen. Darum habe DSL auch weiter funktioniert. Nun ließ der freundliche Herr noch schnell die anderen Anrufweiterschaltungen durch seine Kollegen deaktivieren.

Fazit: Wenn in der Gegend ein Kabeldefekt ist, sollte tunlichst keine weitere Störung in der Gegend auftreten, sonst wird das Störungsticket gnadenlos ohne Behebung der Störung abgeschlossen.

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